Trinkwasserverordnung 2014

Trinkwasser-Verordnung 2011 – trinkwv 2011 – im Überblick

Die neue Trinkwasserverordnung wurde im November 2011 eingeführt und ersetzt die Trinkwasserverordnung von 2001. Die Trinkwasserverordnung basiert auf EU-Recht. (Zwischenzeitlich hat der Gesetzgeber am 12. Oktober 2012 bereits die 2. Änderung zur neuen Trinkwasserverordnung beschlossen. Allein dies zeigt, wie stark das Thema “Wasserqualität” und “Wasserversorgung” diskutiert wird, und dass bei den Politikern durchaus ein gewisses Problembewusstsein besteht).

Zusammenfassung:  Änderungen der Trinkwv

Trinkwasser zählt in Deutschland zu den am stärksten überwachten Lebensmitteln. Die Regeln und Grenzwerte zur Trinkwasserqualität müssen eingehalten werden.

Vor allem der menschlichen Gesundheit soll mit der neuen Trinkwasserverordnung durch strengere Grenzwerten verschiedener Inhaltsstoffe im Trinkwasser mehr Rechnung getragen werden.

So wird mit der Änderung der Trinkwasserverordnung erstmals ein Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Liter für Uran festgelegt. Im menschlichen Körper kann Uranbelastung die Nieren schädigen, außerdem verfügt es über eine radioaktive Strahlung. Besonders bei der Zubereitung von Babynahrung ist daher von der Verwendung von Wasser abzuraten, das Uran enthält.

Neu: Legionellen-Test wird Pflicht

Mit der Änderung der Trinkwasserverordnung wird der Begriff „Trinkwasser“ etwas anders definiert: Wird es bisher als „Wasser für den menschlichen Gebrauch“ bezeichnet, nennt die geänderte Trinkwasserverordnung dieses Wasser nun einfach „Trinkwasser“.

Trinkwasser „muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit insbesondere durch Krankheitserreger nicht zu besorgen ist“ (§ 4 Abs.1).

Mikroorganismen „sollen so niedrig gehalten werden, wie dies nach den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik [...] möglich ist“ (§ 5 Abs. 4).

Ein weiterer Hygiene-Aspekt ist die Neuaufnahme von Grenzwerten für Coli-Bakterien in die Trinkwasserverordnung (Anl. 3, Teil I).

Auch das Thema Legionellen wird in der geänderten Trinkwasserverordnung aufgegriffen: Allerdings wird hier kein streng einzuhaltender Grenzwert festgelegt, sondern ein „Richtwert“ von 100 Legionellen pro 100 ml Trinkwasser festgelegt.

Gesundheits-Risiko durch bakterielle Verunreinigungen im Wasser

Ein erhöhtes Risiko für mikrobiologische Verunreinigungen besteht überall dort, wo kein regelmäßiger und vollständiger Wasseraustausch stattfindet: in Großwohnanlagen, Schulen,

Kindergärten, Krankenhäusern, Gaststätten und anderen Gemeinschaftseinrichtungen zum Beispiel.

Neu überarbeitet wurden der geänderten Trinkwasserverordnung auch die in § 21 gelisteten Informationspflichten gegenüber den Verbrauchern: So muss der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage die Verbraucher künftig mindestens jährlich „über die Qualität des bereitgestellten Trinkwassers“ informieren. „Dazu gehören auch Angaben über Aufbereitungsstoffe, die bei der Aufbereitung und Verteilung verwendet werden“ (§ 21 Abs. 1). Wer dabei „eine Information nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig bekannt macht“, begeht eine Ordnungswidrigkeit (§ 25 Abs. 17).

Trinkwasser: Vermieter müssen Leitungswasser testen

Die Prüf- und Anzeigenpflicht kommt auch sämtlichen Eigentümern von Mehrfamilienhäusern zu. Die Pflicht umfasst, dass die Eigentümer einmal jährlich dafür sorgen müssen, dass das in Kreislauf des Hauses befindlich Wasser von einem unabhängigen Labor untersucht werden muss.

Weiterführende Informationen zur Trinkwasserverordnung 2011

Weitere Informationen zur Trinkwasserverordnung erhalten Sie beim Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs – dvgw 

Regeln sind gut, Trinkwasser-Kontrolle ist besser!

Doch was nutzt die beste Verordnung, wenn effiziente Kontrolle fehlt? Noch im Januar behauptete das Umweltbundesamt, das deutsche Trinkwasser sei so sauber wie nie zuvor. Doch Experten warnen: Es gibt immer mehr Risiken durch neue Schadstoffe. Hier bitte:  ZDF-Beitrag “Wasserqualität”.

Effiziente Selbsthilfe für reines Trinkwasser

Wer auf Nummer sicher gehen will, unternimmt zweierlei:

  1. Wasseranalyse des eigenen Trinkwassers
  2. Wasseraufbereitung und Wasserreinigung mittels Umkehrosmose

(Weitere Informationen zu Schadstoffen im Wasser – und was Sie dagegen tun können – finden Sie im Wasser Lexikon auf www.MyAqua.de sowie auf der MyAqua-Informationsseite “Schadstoffe im Trinkwasser“.)

Weitere Materialien zur Trinkwasserverordnung – Download